Wohnpark »Weyhegarten« Quedlinburg

Bauvorhaben 2018 / 2019

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Einführung

Mit dem Slogan: »Zuhause in Quedlinburg – hier möchte ich wohnen.« erfüllt die Wohnungsgenossenschaft Quedlinburg eG für junge und ältere Menschen Wohn(t)räume.

Als Ergebnis der erfolgreichen Unternehmensstrategie der Wohnungsgenossenschaft Quedlinburg eG werden gute Vermietungserfolge verzeichnet. Durch die vielfältigen Wohnungsangebote für junge und ältere Menschen kann die Wohnungsgenossenschaft Quedlinburg eG auf ein gutes Miteinander der Mitglieder zählen.

Unter Beachtung städtebaulicher, wohnungswirtschaftlicher, demografischer und sozialer Aspekte wird die Notwendigkeit zum altersgerechten und barrierefreien Bauen immer notwendiger.

Für die kommunale Infrastruktur und die Sozialstruktur des gesamten Wohngebietes Kleers wird es durch den Neubau des Wohnparks »Weyhegarten« positive Auswirkungen geben.

Die Wohnanlage wird auf einem seit ca. 30 Jahren brachliegendem Gelände (ehemals Gärtnerei) errichtet. 

Es werden altersgerechte Wohnungen geschaffen, die dem Städtebauentwicklungskonzept von 2012 entsprechen.

Die Wohnungssituation

In Deutschland gibt es nur 800.000 altersgerechte Wohnungen, lediglich zwei Prozent des gesamten Wohnungsbestandes. Benötigt werden angesichts der demografischen Entwicklung aber wesentlich mehr Wohnungen ohne Barrieren für ältere Menschen.

Allein bis 2020 fehlen laut einer wissenschaftlichen Untersuchung 60.000 altersgerechte Wohnungen in Sachsen-Anhalt.

Im Landkreis Harz werden in den kommenden Jahren ca. 9.200 altersgerechte Wohnungen fehlen.

Der Anteil der Menschen über 60 Jahre lag im Jahre 2005 bei über 24,9 % und wird im Jahre 2030 bei über 36 % liegen (DESTA-TIS-Statistisches Bundesamt 2006). Somit steigt auch der Anteil der Menschen mit Fähigkeitseinschränkungen rapide.
Dieser Bevölkerungsvorausberechnung folgend wird der ältere Bevölkerungsanteil wachsen, da auch die Lebenserwartung der Menschen zunimmt.

Es stellt für Wohnungsunternehmen und Planer eine Herausforderung dar, die Lebensqualität der Menschen (mit und ohne Fähigkeitseinschränkung) zu erhalten, als Basis für die Zufriedenheit und das Wohlbefinden eines jeden Menschen.

Barrierefreie Gebäudekonzepte fördern selbstbestimmte und aktive Lebensführung, damit die Menschen im Alter fortdauernd lang selbstständig sein können.

Der Weyhegarten

Saatzucht, Pflanzenzüchtung und Gärtnereien haben in Quedlinburg eine lange Tradition.

Der »Weyhegarten« ist benannt nach einem Stadtrat aus dem frühen 18 Jahrhundert. Dieser verdiente sich einen Namen mit der Erschließung des Überflutungsgebietes »Kleers«.

An der heutigen Stelle des »Weyhegarten« befanden sich schon seit dem 16. Jahrhundert Gärten, welche sich den fruchtbaren Boden zu Nutze machten. Über die Jahrhunderte gab es ständige intensive Nutzungen des Areals, zuletzt als Gärtnerei in der DDR-Zeit.

Durch den Bau des Wohnviertels »Kleers« 1983 – 86, wurden auf dem Baugelände mehrere Altbauten und Anlagen abgerissen sowie landwirtschaftliche Flächen in die zukünftige Nutzung einbezogen. Die Gärtnerei Weyhegarten war jedoch ein wichtiger Wirtschaftszweig und blieb bestehen.

Erst mit der politischen Wende 1990 verlor sie an Bedeutung und ihr Betrieb wurde eingestellt. Anfang der 90-er Jahre wurde die Gärtnerei abgerissen und das Gelände lag seitdem brach. Auf dem vorderen Teil entstand 1994 ein Einkaufszentrum mit verschiedenen Geschäften.

Der Anschluss zum Wohngebiet »Kleers« wurde bis heute nicht bebaut.

Die Planung

Die Teilbebauung des vorderen Teils des ehemaligen Gärtnereigeländes hinterließ eine große ungenutzte Fläche. Diese liegt zwischen zwei Wohngebieten und der Anbindung an den historischen Stadtkern.

Das Bauprojekt wird diese Lücke schließen und den ganzen Bereich aufwerten.

Es liegt außerdem auf beiden Seiten einer wichtigen Zufahrtstraße, welche das Wohngebiet »Kleers« mit dem Stadtring verbindet.

2013 erwarb die Wohnungsgenossenschaft Quedlinburg eG diese Flächen und plant seitdem ihre Bebauung.

In dem geplanten Wohnpark sollen insgesamt 14 Wohnhäuser mit je 4 Wohneinheiten auf zwei Geschossen entstehen.

Die kleinteilige zweigeschossige Bauweise erlaubt die Möglichkeit des generationenübergreifenden Wohnens für Alle. Die oberen Geschosse sind zusätzlich mit einem Plattformlift erreichbar und somit barrierefrei.

Ausreichend großes Außengelände zur individuellen Nutzung, Balkone in den Obergeschossen und eigene PKW-Stellplätze runden das Mehrgenerationen-Wohnkonzept ab.

Barrierefrei für alle Altersstufen.

Im Hinblick auf die demografischen Veränderungen unserer Gesellschaft mit einer Zunahme von älteren und hochbetagten Nutzern, ist die Barrierefreiheit schon lange kein Minderheitenthema mehr, sondern eine existenzielle Aufgabe unserer Gesellschaft.

Denn Barrieren können Nutzer ganz, bzw. teilweise von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausschließen, dies sowohl im öffentlichen Bereich als auch im Bereich der Wohnbauten. Deshalb steht das Bauen für ALLE im Vordergrund unserer künftigen Bauphilosophie!

Außer den eingeschossigen Treppenläufen in die oberen Wohnungen, besitzen die Wohnhäuser nach Fertigstellung auch Plattformlifte, eine kosteneffiziente Lösung von Kleinaufzügen für die Niedriggeschossigkeit.

Somit sind auch die Obergeschosswohnungen barrierefrei zugänglich. Sämtliche Türöffnungen werden in den geforderten Mindestmaßen ausgeführt. Ebenso erhalten Balkon- und Terrassentüren barriefreie Zugänge. In den Sanitärräumen werden die Duschen schwellenlos ausgebildet und erhalten rutschhemmende Beläge.

Das Wohngebiet »Weyhegarten«

Eine geschlossene Bebauung = ein attraktives Wohnumfeld.

  • attraktives Wohngebiet am Stadtrand des UNESCO-Welterbes Quedlinburg
  • das neue Wohngebiet schließt eine Lücke zwischen modernem Wohngebiet und Altstadt
  • die Vorteile des neuen Wohnens:

    • barrierefreies und klassisches Wohnen in Einem
    • generationenübergreifendes Wohnen
    • Nähe zur Basisversorgung sowie zu Ärzten und Klinik
    • Nähe zum Stadtkern und kulturellen Angeboten
    • gute verkehrstechnische Anbindung an Stadtring und Ausfallstraßen
    • kurze Fuß- und Radwege
    • Verkehrsberuhigte Zone im gesamten Wohngebiet
    • viele Grünanlagen, Nähe zu Rad- und Wanderwegen in die Umgebung
    • Nähe zu Spielplätzen und Sportanlagen (Lindenstraße)

 

Zukünftige Projekte

Hier werden wir Ihnen Projekte vorstellen, die wir in der Zukunft realisieren möchten.